Revision

Revision – ReVox A77 – ReVox A700 – ReVox B77 – ReVox PR99 – ReVox C270 – Studer B67 – Studer A807

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Revision B77 – Front Veredelung – Alu eloxiert

Komplette Revision mit einer 2-Jahres Garantie.

Nachdem sich aus unserer Erfahrung eine Revisionen einzelner Bauteile bzw. Komponenten von ReVox und Studer Bandmaschinen als unzureichend erwiesen haben, bieten wir nur noch komplette Revisionen von ReVox und Studer Bandmaschinen an.

Selbstverständlich ist in einer Revision auch die komplette Überarbeitung der einzelnen Steckmodule bzw. der Systemplatinen enthalten.

Der Leistungsumfang bei einer Revison im Detail:

  • Überarbeitung und Neubestückung der einzelnen Module (Systemplatinen)
  • Reinigung der Systemplatinen von evtl. ausgelaufenem Elektrolyt
  • Austausch aller Kondensatoren durch qualitativ höchstwertige Produkte
  • Austausch aller Trimm-Potentiometer
  • Abgleich der Vor- und Endstufen-Treiber-Module
  • Austausch der Lager der Wickelmotore
  • Justierung des kompletten Bremssystems
  • Justierung der Bandführung
  • Neujustage der Tönköpfe
  • Prüfung aller mechanischen Bauteile inkl. Austausch ggf. defekter Bauteile
  • Einmessung des gesamten Systems entsprechend der ReVox Vorgaben

Eine Reparatur oder der Austausch einzelner Module (Systemplatinen) kann auf Wunsch und nach Absprache durchgeführt werden, die Berechnung erfolgt hier nach Aufwand. Eine Gewährleistung bzw. eine Garantie für die Gesamtfunktion der Bandmaschine wird aber bei einer Modul-Reparatur oder einem Modul-Austausch nicht gegeben. Sämtliche Gewährleistungen bleiben dabei auf den entsprechenden Gegenstand der Bearbeitung beschränkt.

ReVox B77 Revision 01

ReVox B77 Revision

Bei einer kompletten Revision erfolgt standardmäßig der Austausch „aller“ vorhandenen Kondensatoren. Ebenso wird das Netzteil komplett überholt oder ggf. sogar ausgetauscht. Darüber hinaus erfolgt standardmäßig ein Austausch der Betriebsanzeigen-Leuchten. In einer Revision enthalten ist auch eine Überarbeitung des leider schwer zugängigen und leider nicht gesteckten Vorstufen-Netzteils. Auch hier erfolgt ein Austausch des Sicherungshalters und der Trimm-Potentiometer. Der Gleichrichter wird erneuert und der Ladekondensator wird gemäß letztem Revox Fertigungsstand auf 2200µF erweitert. Ein sogenannter „Radial FM“ kommt im Austausch des originalen Axial-Typs zum Einsatz und wird entsprechend am Gehäuse befestigt. Gerade hier ist neben der Endstufen-Versorgung ein nicht zu unterschätzendes klangliches Potential gegeben.

Auch bei den Line-Modulen ist es durchaus sinnvoll, die original Transistoren durch neue, verbesserte rauscharme Transistoren zu ersetzen. Selbstverständlich kommen hier statt der Original-Typen nur 100% kompatibel zu den Standard-Baureihen BC550/560 bzw. den spannungsfesteren Grund-Typen BC546/556 zum Einsatz. Der Austausch erfolgt ausschließlich durch gleiche Klassen (B oder C), wie im original Schaltplan vorgesehen. Auch hier alles ausschließlich neue Markenware, produziert in bewährter RoHS-konformer Fertigungsweise.

ReVox A77 MK IV – revidiert

Bei den Endstufen-Modulen bleiben alle Halbleiter in der Regel erhalten, alle Kondensatoren und Trimm-Potentiometer werden jedoch standardmäßig durch uns erneuert. Zu unserem Bedauern existieren keine von der Bauform her passenden Spindeltrimmer auf dem Markt, so dass hier nur PT15-Trimmer zum Einsatz kommen können. Dennoch ist dadurch ein stabiler Betrieb für die weitere Lebensdauer des Gerätes vollumfänglich gewährleistet.

Sollten defekte Treiber ermittelt werden, so lassen sich diese durch aktuell noch lieferbare Standard-Typen ersetzen. Im Wesentlichen kommt es hier auf annähernd gleiche Parameter im Bezug auf die Verstärkung bei einer mindestens der Einhaltung der Grenz- und Dynamik-Werte an.

Tonbandgerät sind heute zwischen 20 und 50 Jahre alt.

Die Bandmaschinen sind zum einen gealtert und entsprechend abgenutzt. Die Abnutzung zeigt sich am Gerät durch den tatsächlichen Materialverschleiß, Abschliff der Tonköpfen, Zustand der Motorlager, Abnutzung der Bandführung oder an Schalterkontakten. Die Abnutzung spiegelt unmittelbar die Nutzungsdauer des Gerätes wieder.

Die Alterung zeigt sich durch Veränderungen physikalischen und chemischen Eigenschaften von Materialien bzw. Bauteilen. Hier insbesondere durch Versprödung von Bauteilen oder das Austrocknen der Elektrolytkondensatoren. Alterungsprozesse schreiten unabhängig der tatsächlichen Nutzung einer Bandmaschine fort. Bei einem Alter ab 25 Jahren ist Erfahrungsgemäß immer mit ausgetrockneten Kondensatoren und spröden Bauteilen zu rechnen.

Es ist natürlich möglich, dass ein Gerät dieses Alters noch einwandfrei funktioniert, aber schon beim nächsten Einschalten kann das Gerät ausfallen, hier lässt sich keine Vorhersage machen.

Bei einer Revision, also einer Generalüberholung werden grundsätzlich alle Teile ausgetauscht, die einer Alterung unterliegen, nur so kann gewährleistet werden, dass in den folgenden 25 Jahren keine Ausfälle zu befürchten sind. Die heute verfügbaren Bauteile sind qualitativ besser als Bauteile, die in den 70er und 80er Jahren verbaut wurden.

Kein Hersteller von Tonbandgeräten hat vor 40 Jahren berücksichtigt, dass viele Bandmaschinen nach so langer Zeit noch immer im Einsatz sind und sich wieder steigender Beliebtheit erfreuen. Daher hat auch kein Hersteller einen Vermerk in den Serviceunterlagen, welche Bauteile nach 20 bis 40 Jahrzehnten wahrscheinlich ausfallen werden. Unumstritten ist allgemein bekannt, dass insbesondere Aluminium-Elektrolytkondensatoren und verharzte Elektrolytkondensatoren einer Austrocknung und somit einem Alterungsprozess unterworfen sind und das sich Weichmacher aus allen Kunststoffbauteile verflüchtigen.

Hier zählt Erfahrung. Wer genügend Geräte auf dem Werkstatttisch hatte, der kennt auch die immer wieder ausfallende Teile, über die in der technischen Literatur nichts bezüglich Alterungsprozessen zu finden ist. Je mehr Geräte revidiert und repariert wurden, umso mehr Erfahrung wurde gesammelt.

Teilrevisionen wie z.B. der Austausch von wenigen Bauteilen ist bei weitem nicht ausreichend. So etwas findet sich meist als „vom Verkäufer generalüberholt“ (oft bei einem großen online Auktionshaus zu sehen) deklariert und ist nicht ernst zu nehmen.

Bei ReVox Geräten der Baureihen A77,  A700, B77 und PR99 sind folgende Bauteile betroffen:

Grundsätzlich die Aluminium-Elektrolytkondensatoren, je nach Baureihe 35 bis ca. 80 Stück. Darüber hinaus grundsätzlich alle Tantalelkos sowie die Entstörkondensatoren (Rifa Knallfrösche). Die Zählwerksriemen, je nach Modell 1 oder 2 Stück bei Baureihe A77 und B77. Alle  Abgleich- bzw. Trimmpotentiometer. Weiterhin sind verschlissene Bauteile zu ersetzen, insbesondere die Schalterkontakte, 19 Stück bei der Baureihe A77 und 10 Stück bei Baureihe B77. Alle Glühbirnen werden ausgetauscht. Das Bandeinlauflager, die Motorlager der Wickelmotoren, ggf. auch die Lager des Capstanmotors. Auch die Capstanwelle ist unbedingt auf Verscheiß und ausreichende Rauhigkeit zu prüfen und ggf. zu ersetzen. Selbstverständlich ist auch die Andruckrolle zu prüfen und meist auch zu erneuern.

Grundsätzlich beinhaltet eine Revision folgende Arbeiten:

  • Die Geräte sind von außen und von innen gründlich zu reinigen
  • Alle beweglichen Teile müssen entsprechend geölt bzw. gefettet werden
  • Alle metallischen Bauteile der Bandführung gründlich zu reinigen und zu entmagnetisieren
  • Die Bremsen müssen gereinigt und die Beläge ggf. gewechselt werden. Das Bremsaggregat muss anschließend gemessen (Bremskraft) und ggf. justiert werden
  • Die Drehmomente der Wickelmotoren werden kontrolliert und gemessen
  • Die Andruckkraft der Andruckrolle kontrolliert, gemessen und ggf. nachjustiert
  • Die Bandgeschwindigkeiten werden kontrolliert und ggf. nachjustiert
  • Der Gleichlauf (Wow und Flutter) wird kontrolliert und ggf. korrigiert
  • Die Tonköpfe werden gründlich gereinigt, entmagnetisiert und neu justiert
  • Die Bandmaschine wird abschließend komplett neu eingestellt und auf LPR35, LPR90, Maxell UD, Maxell XLI, LGR50, SM468, SM900, SM911, PER 528 oder Kundenband eingemessen
  • Der Frequenzgang wird gemessen, eingestellt und dokumentiert
  • Die elektrische Sicherheit gemäß VDE0701/0702 wird überprüft

Ist eine deutliche Abnutzung der Tonköpfe, also ein deutlicher Einschliff zur erkennen, wäre es nur konsequent, die Tonköpfe auszutauschen. Neue Tonköpfe sind kostenintensiv, daher wird zunächst versucht die Tonköpfe zu überarbeiten (zu läppen). In den meisten Fällen reicht das professionelle „läppen“ der Tonköpfe aus um eine absolut befriedigende Tonqualität zu erzielen. Entscheident ist, ob mit den vorhandenen Tonköpfen noch ein befriedigender Frequenzgang erzielen werden kann. Durchschnittlich benutzte A77 Geräte zeigen zumeist einen Kopfspiegel (Breite der Kontaktfläche) von  3 mm bis 6 mm. Solche Geräte erreichen noch einen guten bis befriedigenden Frequenzgang und werden noch viele Jahre ihren Dienst tun.

Die mechanische Konstruktion gerade bei allen ReVox und Studer Geräten ist sehr robust und gut dimensioniert, dass hier in der Regel keine Überarbeitung erforderlich wird. Richtig revidierte Bandmaschinen entsprechen nahezu dem Neuzustand.

Die wenigen Schaltungsverbesserungen, die ReVox während der Serienproduktion durchgeführt hatte, werden während einer Revision nachholt. Das Erkennen und richtige Umsetzung, setzt umfassendes Verständnis der Schaltungen voraus und sollte nur vom Fachmann durchgeführt werden. Die Ausfallrate bei Dioden und Gleichrichtern ist verschwindend gering, hier ist eine vernünftige Begründung für einen Austausch im Zuge einer Revision nicht gegeben.

Die Revision japanischer Tonbandgeräte Geräte dauert im Vergleich zu ReVox- oder Studer Geräten deutlich länger. Unbestritten, japanische Geräte können optisch recht ansprechend sein. Die Ernüchterung kommt beim Öffnen der Geräte. Insbesondere in den großen Tonbandgeräten wurden gewaltige Kabelstränge kreuz und quer nach Wildwestmanier durch die Geräte verlegt. Auf Stecker wurde zumeist verzichtet und die Kabel fest mit den Platinen verlötet. So manche Platine ist hinter den vielen Kabeln kaum zu erkennen oder zugängig.

Abschließend anzumerken ist noch, dass keine Tischler,- Lackierer oder Metall-Arbeiten in einer Revision enthalten sind. Sollten derartige Leistungen gemäß des vorhandenen Gerätezustandes erforderlich sein, können wir auf vorhandene Ersatzteilträger zurückgreifen.

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