Fostex

Fostex Bandmaschinen – Mehrspuraufnahmen auf Magnetband

Fostex Bandmaschinen stehen für eine Zeit, in der das eigene Mehrspurtonstudio für viele Musiker und kleinere Produktionsstudios erreichbar wurde. Eine Spur aufnehmen, weitere Instrumente ergänzen und schließlich alles zu einer Aufnahme zusammenführen: Fostex entwickelte dafür kompakte Spulenbandmaschinen mit unterschiedlichen Spurenzahlen. Bis heute laden diese Geräte dazu ein, Musik Schritt für Schritt und ganz unmittelbar auf Magnetband zu gestalten.

Die Geschichte der Fostex Bandmaschinen

Fostex wurde 1973 in Japan gegründet. Anfang der 1980er-Jahre wandte sich die Marke verstärkt der Aufnahmetechnik zu. Zu den frühen Spulenbandmaschinen gehörten die A-2, A-4 und A-8. Besonders die A-8 machte auf sich aufmerksam, weil sie acht Aufnahmespuren auf einem Viertelzollband unterbrachte.

Mit der B-16 folgte eine kompakte 16-Spur-Maschine. Weitere Modelle boten Lösungen für unterschiedliche Aufgaben: Zweispurgeräte für Stereoaufnahmen und das Überspielen fertiger Mischungen, Achtspurmaschinen für kleinere Produktionen und größere Mehrspurmaschinen für umfangreichere Projekte. Zu den späteren Entwicklungen gehörten die E-Serie, die R8 sowie die G-Serie mit bis zu 24 Spuren. Als die digitale Aufzeichnung zunehmend an Bedeutung gewann, entwickelte Fostex auch digitale Mehrspurrecorder.

Fostex Spulenbandmaschinen im Überblick

Einsatzbereich Modelle und Modellreihen
Zweispuraufnahme A-2, Modell 20, E-2, E-22
Vierspuraufnahme A-4
Achtspuraufnahme A-8 und A-8 LR, Modell 80, E-8, R8
Sechzehnspuraufnahme B-16, E-16, G-16 und G-16S
Vierundzwanzigspuraufnahme G-24 und G-24S

Jede dieser Maschinen hat ihren eigenen Platz in der Geschichte der analogen Aufnahme. Welche Ausführung sich für ein Projekt oder ein vorhandenes Bandarchiv eignet, hängt insbesondere von Spurformat, Bandmaterial und technischem Zustand ab.

Fostex E16 / B16

Mit der B-16 und ihrer Nachfolgerin E-16 brachte Fostex die 16-Spur-Aufnahme in ein kompaktes Format. Beide Bandmaschinen zeichnen 16 getrennte Spuren auf einem Halbzollband auf. So lassen sich Instrumente und Gesang einzeln aufnehmen, ergänzen und anschließend zu einer fertigen Produktion mischen.

Die B-16 war ein wichtiger Schritt für kleinere Tonstudios und Musikschaffende, die mit vielen Spuren auf Magnetband arbeiten wollten. Die E-16 führte dieses Konzept fort. Beide Modelle nutzen Dolby C zur Rauschminderung und verlangen wegen ihrer schmalen Spuren eine sorgfältige Pflege und präzise Einmessung.

Heute faszinieren B-16 und E-16 vor allem durch ihre unmittelbare Arbeitsweise: Das Band läuft sichtbar, jede Aufnahme erhält ihren festen Platz auf einer Spur, und aus einzelnen Takes entsteht nach und nach ein gemeinsames Klangbild. Für bestehende Bandarchive sind beide Maschinen zudem ein wichtiger Zugang zu Aufnahmen aus der Zeit der analogen Mehrspurproduktion.

 

Fostex Modell 20 – kompakte Bandmaschine für Stereoaufnahmen

Das Fostex Modell 20 ist eine Zweispur-Bandmaschine für die analoge Stereoaufnahme. Es eignet sich besonders dazu, eine fertige Mischung aus einem Mehrspurprojekt auf Magnetband festzuhalten. Mit getrennten Köpfen für Aufnahme und Wiedergabe lässt sich das Ergebnis bereits während der Aufnahme direkt vom Band kontrollieren.

Das Modell 20 arbeitet mit 19 oder 38 cm/s. Eine zusätzliche Spur zwischen den beiden Audiospuren kann einen SMPTE-Timecode aufnehmen und ermöglicht so die Synchronisation mit weiteren Studiogeräten. Speicher- und Suchfunktionen sowie die regelbare Bandgeschwindigkeit ergänzen die Möglichkeiten der Maschine.

Gerade diese Verbindung aus klassischer Stereoaufzeichnung und praktischen Studiofunktionen macht das Fo

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